Choice Based Conjoint (CBC)

Ziel des Choice Based Conjoint

In den vergangenen Jahren haben sich sogenannte Discrete Choice Modelling-Verfahren etabliert. Zu diesen zählt das Choice Based Conjoint. Der große Vorteil dieser Verfahren liegt in der realitätsnahen Entscheidungssituation. Der Befragte soll aus einem Set von Produkten eines auswählen. Er hat aber auch die Möglichkeit, sich gegen alle vorgelegten Produkte zu entscheiden, d.h. explizit keines zu wählen. Man kommt damit einer realen Regalsituation sehr nahe.

Ein Nachteil liegt in der relativ geringen Informationsdichte, die für jeden einzelnen Befragten erzielt wird. Individuelle Nutzenwerte lassen sich erst am Ende der Untersuchung auf der Basis aller Befragungsdaten ermitteln. Mit Hilfe sogenannter Hierarchical Bayes-Schätzverfahren werden die fehlenden Informationen auf Individualebene durch die Strukturen in der Gesamtgruppe ergänzt. Voraussetzung dafür ist ein Mindestmaß an Homogenität innerhalb der verwendeten Gruppe. Falls diese nicht gegeben ist, können in einem parallelen Schätz- und Segmentierungsprozess (Latent Classes-Verfahren) Untergruppen gebildet werden, die ähnliche Entscheidungsstrukturen aufweisen.

Wie das adaptive Conjoint wird auch das Choice Based Conjoint vorzugsweise computergestützt durchgeführt. Speziell für dieses Verfahren bietet sich die Verwendung grafischer Elemente an. Weitere Vorteile des Verfahrens sind: Es kann aufdecken, inwieweit sich Merkmale gegenseitig beeinflussen (Messung von Wechselwirkungen). Nicht gewünschte Merkmalskombinationen können bei der Zusammensetzung der Reizmuster ausgeschlossen werden.