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Conjoint + Pricing Analysen Title
Conjoint und Pricing Analysen

Gabor Granger-Verfahren

Das Gabor Granger-Verfahren ist sehr einfach durchzuführen und erfordert einen verhältnismäßig geringen Erhebungsaufwand.

Der Befragte wird für eine Reihe von definierten Preispunkten gefragt, ob er das untersuchte Produkt zu diesem Preis kaufen würde. Über alle Befragten der Stichprobe hinweg werden die Angaben für jeden Preispunkt kumuliert und so die "Nachfrage" abgeleitet. Auf diese Art wird eine Preis-Absatz-Kurve ermittelt. Für jeden Preis kann der Umsatz berechnet werden und daraus der optimale Preispunkt ermittelt werden.

Mögliche Vorgehensweisen:

Vorteil der monadischen Methode ist, dass die Preispunkte sich nicht gegenseitig beeinflussen. Sie ist damit realistischer. Allerdings benötigt man sehr große Stichproben, um reliable Ergebnisse zu erzielen.

Demgegenüber ist die Informationsdichte bei der randomisierten Abfrage höher und man benötigt weniger Fälle. Um den durch die gegenseitige Beeinflussung der Preispunkte bedingten Verlust an Validität möglichst gering zu halten, werden die Preispunkte zufällig gemischt vorgegeben.

Die höchste Informationsdichte pro Befragtem erzielt man mit einer systematischen Abfrage von Preisen, wie im nachfolgenden Beispiel zu sehen.

Wie das Price Sensitivity Measurement hat das Gabor Granger-Verfahren den Nachteil, die Wettbewerbssituation im Markt außer Acht zu lassen. Wenn ein Produkt von 50% der Stichprobe zu einem bestimmten Preis "gekauft" wird, dann wird dieser Anteil in der Realität kaum zu erzielen sein. Es muss sich den Absatz mit den Wettbewerbern teilen, die bei ihrem Marktpreis ebenfalls von einem Teil der Zielgruppe akzeptiert werden.

Das Verfahren liefert dennoch grundlegende Informationen über den wahrgenommen Geldwert durch die Zielgruppe und ist besonders dort geeignet, wo es keinen direkten Wettbewerb gibt (z.B. bei Informationsdiensten durch Mobilfunk-Betreiber oder Online-Navigations-Angeboten von Auto-Herstellern).


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